Spuren in Herten

„Wo du gehst und stehst…“

Herten 1934

Kleiner Rundgang in der Innenstadt mit den ersten 10 Erinnerungsorten

Anders als Stolpersteine in anderen Städten entwickelte um das Jahr 2001 eine Schülergruppe unserer Schule das Konzept, an Stätten der Erinnerung Gedenkplatten aus Edelstahl in den öffentlichen Boden zu verlegen unter dem gemeinsamen Kennzeichen „1933 – 1945“ und „Nie wieder Faschismus – Nie wieder Krieg“. Weitere in der Stadtgeschichte aktive Gruppen und Einzelpersonen haben anschließend Gedenkplatten auch nach diesem Konzept verlegt.
Das bedeutet auch, längst sind nicht alle Fakten aufgeklärt, das Projekt „Spurensuche in Herten“ dauert an.

Ein weiteres Ergebnis dieser Aktivitäten der Schülergruppe ist der historische Stadtrundgang, der 2003 unter dem Titel „1933 – 1945. Spurensuche in Herten“  als Broschüre veröffentlicht wurde.
Der Rundgang enthält drei thematische Schwerpunkte:

  • Orte der nationalsozialistischen Herrschaft
  • Orte jüdischen Lebens
  • Orte des Lebens und Sterbens ausländischer Zwangsarbeiter/-innen und Kriegsgefangener.

> Video unseres Rundgangs

Die Zielgruppe sind insbesondere Schülerinnen und Schüler, die zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern Rundgänge erleben können. So kann ihnen die NS-Geschichte vor Ort näher gebracht werden, obwohl es keine einzige bis heute erhaltene Stätte dieser Zeit in Herten mehr gibt.

Wir wollten unsere Idee verwirklichen, auch bei unseren Mitschülerinnen und Mitschülern Neugier für die NS-Geschichte in unserer Stadt zu wecken und haben mit einem Religionskurs der Jahrgangsstufe EF in der Innenstadt einen Rundgang auf den Spuren der NS-Vergangenheit gemacht. Das Video oben zeigt daraus kurze Sequenzen.
Es wäre toll, wenn wir unsere Mitschülerinnen und Mitschüler dazu anregen konnten, aus den Erfahrungen und Erinnerungen an damals Konsequenzen für heute zu ziehen.
Wir haben tatsächlich etwas später eine Rückmeldung bekommen: Die Mitglieder des Kurses seien sehr beindruckt gewesen und hätten viel Neues aus der NS-Zeit in ihrer Stadt erfahren. Besonders gut fanden sie, dass Jugendliche diese Führung gemacht hätten. Und einige fragten, ob es nicht wieder einmal eine Reise nach Auschwitz geben könnte…

Anmerkung zum folgenden Link: Die von der Stadt Herten 2012 veröffentlichte Broschüre „Spurensuche…“ ist eine Sammlung aller bis zu diesem Zeitpunkt in der Stadt verlegten Gedenkplatten mit ihrer Geschichte.
> Broschüre der Stadt Herten als PDF