Unser Projekt

Wir sind eine kleine Gruppe von Schülerinnen und Schülern in der jetzigen Q1 des Städtischen Gymnasiums in Herten, Nordrhein-Westfalen, die sich vor einem Jahr in den Sommerferien zu einer mehrtägigen Studienfahrt nach Auschwitz in Polen aufmachte. Wir erlebten alles, was wir dort hörten und sahen, völlig anders als im Schulunterricht. So hat es eine Mitschülerin aus der Gruppe formuliert:
Aus Bildern wurde Leben, aus Zahlen wurden Menschen.“

Wir hatten das Glück, zwei Zeitzeugen zu treffen: der eine hat als politischer Untergrundkämpfer Auschwitz und andere Konzentrationslager erlebt und überlebt, der andere wurde als Jude mit seiner Familie versteckt. Sie beide haben uns eine besondere Aufgabe übertragen, nämlich dafür zu sorgen, dass ihre Erlebnisse nicht vergessen werden und ihre Geschichten lebendig bleiben.

Wir haben in Auschwitz verstanden: Opfer zu sein ist furchtbar, aber Täter zu werden ist ebenso unerträglich.

Wir müssen und wollen die Geschichten weiter erzählen:
Wir sind „ZWEITZEUGEN„.

Daraus ergibt sich für uns:
Wir wollen in Herten auf historische Spurensuche gehen und Vorschläge machen, was Jugendliche in unserer/ihrer Stadt tun können, um aus den Erinnerungen an die Opfer und Täter zu lernen.
Wir wollen nicht nur von unseren Erfahrungen berichten, sondern euch auffordern, nicht weg zu schauen. Denn Rassismus kommt eben nicht nur in der Vergangenheit vor, sondern auch heute, direkt neben euch, auch wenn ihr es vielleicht nicht bemerkt. Wir möchten euch zeigen, dass man etwas dagegen tun kann – gerade in unserem Umfeld – selbst wenn es nicht immer leicht fällt.

Das möchten wir euch auf unserer Website zeigen:
Unsere Begegnung mit Zeitzeugen sind in Filmaufzeichnungen zu sehen.
Wir berichten von unserer Reise nach Auschwitz in einem Film.
Unsere Gedanken und Gefühle haben wir in der Gedenkfeier zum 27. Januar 2014 verarbeitet und damit eine Botschaft für unsere Generation verknüpft. Diese Feier ist in Filmausschnitten zu sehen.
Wir haben zum 9. November 2013 zum Gedenken an die Juden, die 1933 noch in Herten gelebt haben, öffentlich erinnert.
Wir haben Spuren der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die während des 2. Weltkrieges auf unserem heutigen Schulhof leben und schuften mussten, verfolgt, dazu eine Ausstellung gemacht und die Gedenkplatte wieder verlegt.
Wir haben Führungen durch diese Ausstellung und einen historischen Rundgang durch die Innenstadt von Herten gemacht, um Mitschülerinnen und Mitschüler dazu anzuregen, aus der Kenntnis der Verbrechen in der NS-Zeit Konsequenzen zu ziehen für unser Verhalten heute:

Damit sich Auschwitz nicht wiederhole!