Unsere Gruppe

Wir verstehen uns als eine offene Gruppe an unserem Gymnasium, die mit wechselnden Mitgliedern in unterschiedlichen Aktivitäten seit mehr als einem Jahr zu verschiedenen Aspekten der NS-Zeit in Herten recherchiert und sich damit auseinandergesetzt hat. Diese „Spurensuche“ in Herten gibt es bereits seit mehreren Jahren mit wechselnden Schülergruppen und wird betreut durch zwei ehemalige Lehrer unserer Schule.

Was haben wir erarbeitet?

Wir haben selbst zwei Zeitzeugen in Krakau erleben können und daraus für den Wettbewerb einen filmischen Eindruck zusammengestellt. Das Porträt des 3. Zeitzeugen, Rolf Abrahamsohn aus Marl, wurde von Benjamin Ziegs erarbeitet, der in dem „Israel-Projekt“ an unserer Schule aktiv ist, das uns auch die 4. Zeitzeugin, Greta Klingsberg, ermöglichte.

Wir haben zum 9. November 2013 an die Pogromnacht in Herten erinnert.

Wir haben die öffentliche Gedenkfeier zum 27. Januar 2014 gestaltet. Daran haben außer der Auschwitzgruppe noch weitere Mitschülerinnen und Mitschüler mitgearbeitet, die zwar nicht mit in Auschwitz waren, die wir jedoch mit unseren Berichten sehr beeindruckt hatten.

Über die Auschwitzfahrt entstand der Film „Gedanken über Auschwitz“, der am 27. Januar 2014 als Endlos-Film im Foyer des Glashauses gezeigt wurde. Außerdem lief er fortwährend während unserer Ausstellung über Auschwitz vom 28.1 bis 12.2. 2014 in unserer Schule.

In unserem bisher letzten Projekt „Zwangsarbeiter in Herten“ haben wir im Archiv der Stadt über ausländische Zwangsarbeiterinnen  und Zwangsarbeiter der Fleisch- und Wurstwaren-Konservenfabrik Schweisfurth während der NS-Zeit recherchiert. Wir haben die Wiederverlegung der Gedenkplatte auf unserem Schulhof gestaltet, dazu eine Ausstellung in der Schule erarbeitet und Führungen für Mitschüler/-innen begleitet.

Und wir haben einem EF-Kurs Spuren der NS-Zeit in unserer Innenstadt gezeigt. Dabei haben wir mit dem historischen Stadtrundgang gearbeitet, den eine Schülergruppe unseres Gymnasiums bereits vor einigen Jahren erarbeitet hat.

Es gibt in der Stadt Herten einen „Runden Tisch gegen Rassismus“ der vom „Haus der Kulturen“ in Herten initiiert wurde. Beteiligt an diesen Aktivitäten gegen Rassismus sind auch drei aus unserer Gruppe: Alina Kann, Karina Soni und Thilo Simon. Sie erhalten in diesem Jahr den Jugendkulturpreis der Stadt Herten für ihr besonderes gesellschaftliches Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Der Preis wird am 7. November 2014 in einer öffentlichen Feierstunde im Glashaus verliehen.

Das Projekt „ZWEITZEUGEN“ wird weiter fortgesetzt und ist von der Homepage unseres Gymnasiums verlinkt. Bei der Neugestaltung der Schulhomepage im Frühjahr 2015 wird dieses Projekt eingebettet sein und dann eigenständig weiter entwickelt werden können.

Wir danken folgenden Mitschülerinnen und Mitschülern für ihre Beiträge, Gedanken und Aufrufe, die uns bei unserer Arbeit für dieses Projekt unterstützt haben:
Helen Bauermeister, Alina Kann, Sandra Koska, Lena Marquardt, Robin Pfingsten (Wiederverlegung der Gedenkplatte), Helen Bauermeister, Sandra Koska, Michael Schillert (Statements zu Auschwitz), Karina Soni (Führung durch unsere Ausstellung „Zwangsarbeiter in Herten“), Simeon Buttler, Alexander Knitter, Michael Schillert (Film „Gedanken über Auschwitz“), Christopher Dietz, Tim Kokrowski, Hannah Ziehfreund (Aufrufe gegen den Krieg), Mirco Sträter (Anregungen für die Website).

Beteiligte an dem Wettbewerb „denkt@g“:
Thilo Simon (thilo.simon@hotmail.de, Ansprechpartner für die Konrad-Adenauer-Stiftung), Tobias Bäcker, Luisa Herold, Maurice Niehoff, Lynn Schaefer, André Weiser, Benjamin Ziegs (Interview mit Rolf Abrahamsohn)
Betreuer: Barbara Keimer und Gerd Kuhlke