NS-Ideologie im Unterricht

kugelgeom-quadrMathematik ist doch ein neutrales Fach – so dachten wir. Aber bei der Spurensuche im Archiv unserer Schule entdeckten wir Abituraufgaben, in denen deutsche U-Boote feindliche Handelsschiffe versenkt haben oder wie lange Raketen von Paris auf Gelsenkirchen brauchten.

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Und tatsächlich fanden wir im Erlass des Reichsministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Rust, über „Vererbungslehre und Rassenkunde im Unterricht“ von Januar 1935, dass „vor allem die Folgerungen daraus für alle Fach- und Lebensgebiete zu ziehen und nationalsozialistische Gesinnung zu wecken“ sei. “… politische Willensbildung muss als das Hauptziel stets im Auge behalten werden.“ Dabei kommt es darauf, dass die Lehrer „in ihrem Denken, Wollen und Handeln“ von der „völkischen Weltanschauung“ überzeugt sind, denn nur so können sie auf „Gemüt und Willen der Jugend“ wirken.

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Also: Auch das scheinbar neutrale Fach Mathematik hatte durch geeignete Beispiele eine wichtige Aufgabe in der Erziehung der Jugendlichen zum neuen deutschen Menschen. Genauer: Es sollte die Bereitschaft geweckt werden, sich als Herrenmenschen zu fühlen und entsprechende Folgerungen zu ziehen bis hin zur gefühllosen, selbstverständlichen Tötung sog. unwerten Lebens und zum Krieg für Lebensraum im Osten für das reine deutschblütige Volk.
Wir fanden davon einige Beispiele, wie unser kleiner Unterricht im Fach Mathematik zeigen kann.

Wer weitere Mathematikaufgaben kennen lernen oder mehr über das Fach Mathematik in der NS-Zeit erfahren möchte, kann u.a. etwas finden unter
http://lehrer.freepage.de/cgi-bin/feets/freepage_ext/41030x030A/rewrite/igsmainspitze/ProWo99-Pages/Projektwoche/9.Schuljahr/mathe.html