Zeitzeugenbericht

Zeitzeugenbericht

Von dem überlebenden Yehuda Bacon

1929 wurde Yehuda geboren. 1942 deportierten die Nazis ihn und seine Familie zunächst nach Theresienstadt dann nach Auschwitz. Yehuda überlebt in einer sogenannten“ Kinderbarakke“ die dazu diente sie gegebenenfalls als Rote Kreuz zu Täuschen.
Mit 14 in Auschwitz wurde ihm direkt klar, dass es einen Unterschied zwischen Jüdischen und nicht Jüdischen Häftlingen gab. Die Juden wussten wenn sie ausgeloschen werden, werden alle getötet Freunde und Familie, nicht so wie bei den anderen (Nichtjüdische oder Polen).
Nachdem sie 1945 befreit wurden sind haben sie damit gerechnet das niemand ihnen zuhören wird, sie wussten nicht wie man einem „Normalen“ Menschen so etwas erzählen könnte.
1961 änderte sich etwas als ein großer Prozess in Jerusalem war, die Leute sollten reden und die Welt sollte sich an den Holocaust erinnern. Yehuda war damals der jüngste zeitzeuge, für ihn war es wie eine Tür die sich öffnete denn die Leute begannen plötzlich einem zuzuhören.
1964 ist er als 35 jähriger Mann nach Deutschland gekommen, wo zurzeit ein Großprozess gegen 20 KZ-Täter war, gegen die er aussagen sollte.
Ob sein erzählen am Ende was bringt das weiß Yehuda nicht aber er sagt sich manchmal: Es kann Menschen zum Guten erschüttern.

Quelle; http://www.sueddeutsche.de/politik/auschwitz-ueberlebender-yehuda-bacon-wir-wussten-dass-niemand-hier-herauskommt-1.2319370