Publikationen zum Thema NS in Eschwege, hier gibt es noch mehr!

Alltag im Nationalsozialismus

von der Weimarer Republik bis zum zweiten Weltkrieg

Eines der ersten Werke in denen sich Eschwege Schüler mit dem NS in ihrer Stadt befassten

Eines der ersten Werke in denen sich Eschwege Schüler mit dem NS in ihrer Stadt befassten

Diese Ausarbeitung entstand im Rahmen des Schülerwettbewerbs Deutsche Geschichte um den Preis des Bundespräsidenten 1980/81.
Unter der Leitung des Referendaren Hans Werner Posdziech erarbeitete eine Arbeitsgemeinschaft des Oberstufengymnasiums und der Friedrich-Wilhelm-Schule diese Publikation über den Alltag im Nationalsozialismus in Eschwege unter den Gesichtspunkten Verfolgung und Widerstand, Kindheit und Jugend sowie Judenverfolgung.

 

Eschwege: Eine Stadt und der Nationalsozialismus

Eschwege: Eine Stadt und der Nationalsozialismus

Eschwege: Eine Stadt und der Nationalsozialismus

Wie konnte der Nationalsozialismus in einer Kleinstadt Fuß fassen? Wie verhielten sich die Einwohner der Stadt, was trugen Verwaltung und Bürgermeister dazu bei? Wie veränderten sich Kommunalpolitik und öffentliche Aufgaben, Schule und Kirche, Vereinswesen und Feste, Alltag und Kommunikation? Und wie ging man nach 1945 mit den Belastungen der Vergangenheit um? Das Beispiel der nordosthessischen Kleinstadt Eschwege erhellt, dass nur eine genauer Blick auf die sozialen Praktiken vor Ort verständlich machen kann, wie Nationalsozialismus funktioniert.

Das Buch zeigt, wie in der Hülle der Traditionen Neues übernommen wurdeund wie rasch und radikal sich dadurch der Wandel vollzog. Es unterstreicht zugleich, dass der Nationalsozialismus keine homogene Ideologie oder Bewegung war, sondern von den Menschen vor Ort gestaltet wurde. Die sozialen Netzwerke blieben dabei weitgehend intakt, über 1933, aber auch über 1945 hinaus. In Eschwege entstand eine Art kommunaler Nationalsozialismus, der sich durchaus gegen Eingriffe von außen zu wehren suchte, die Ordnung und städtische Interessen wahren wollte, kommunale Identität pflegte, dabei aber nicht weniger dem Hitler-Mythos und der Rassenideologie verbunden war und auch an der Entrechtung und Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung mitwirkte.

Die kleinstädtische Selbstabschottung erleichterte es nach 1945 darauf zu beharren, dass man in der Zeit des „Dritten Reiches“ nur zum Wohle der Stadt gearbeitet, Schlimmeres verhütet und Übergriffe der Partei abgewehrt habe. Im Sinne des hegemonialen Eschweger Nachkriegsnarrativs hatten sich die Akteure nicht schuldig, sondern sogar verdient gemacht um die Selbstbehauptung der Stadt. Das Buch arbeitet die komplexen Interaktionen der kleinstädtischen „Face-to-face-„Gesellschaft Eschweges heraus und macht deutlich, wie die nationalsozialistische Vergangenheit bis heute in die kommunale Gemeinschaft hineinwirkt.

 

Dieses Buch kann unter Uni Marburg, im örtlichen Buchhandel oder im Stadtarchiv der Stadt Eschwege erworben werden. (mehr Infos unter: eschwege.de)

Eschwege Geschichtsblätter

Eine Auswahl der Eschweger Geschichtsblätter

Eine Auswahl der Eschweger Geschichtsblätter

Der Geschichtsverein Eschwege gibt mit den „Eschweger Geschichtsblätter“ eine Schriftenreihe heraus, in der in Originalbeiträgen und Besprechungen darüber berichtet wird, was im vergangenen Jahr zur Geschichte der Heimat erarbeitet worden ist. Mi diesen Besprechungen soll sich der Leser eine heimatgeschichtliche Bibliographie aufbauen können.

Mit dieser Schriftenreihe gibt der Geschichtsverein auch allen Heimatforschern, die allein und außerhalb irgendwelcher Organisationen arbeiten, eine Möglichkeit zur Veröffentlichung ihrer Forschungen.

Solche Arbeiten sind oft in jahrelangen Bemühungen entstanden und das zusammengetragene Material kann auf diese Weise der Heim-Forschung erhalten bleiben.

Auch wird in einem besonderen Abschnitt über die Arbeit des Geschichtsvereins berichtet.

Dies geschieht in Form eines gegliederten Jahresberichtes und mit anderen kurzen Beiträgen über die Pläne und Unternehmungen und über besondere Ereignisse im Vereinsleben.

Mit den „Eschweger Geschichtsblättern“ möchte der Verein das Interesse an der Heimatgeschichte in der Bevölkerung anregen, historische Denkmale und landschaftliche Schönheit in unserem Umfeld aufzeigen und das Verständnis für die Erhaltung und Pflege wecken.

Die Eschweger Geschichtsblätter können in der örtlichen Buchhandlung oder im Stadtarchiv der Stadt Eschwege erworben werden. (mehr Infos unter: eschwege.de)

Eschwege Lexikon

Das Nachschlagewerk für die Eschweger Region

Das Nachschlagewerk für die Eschweger Region

Was der Brockhaus für den gebildeten wissenshungrigen Bürger ist, ist das Eschweger Lexikon für (nicht nur jeden) der sich als waschechten Dietemann bezeichnet. So liefert es nicht nur zahllose Fakten zur Eschweger Geschichte sondern vielmehr alles was den Eschweger ausmacht, von A wie Ahle Worscht bis Z wie Zornesröte. Dieses nicht nur viel-Seitige sondern auch vielseitige Nachschlagewerk ist auch für die wissenschaftliche Arbeit nicht mehr wegzudenken.

Dieses Buch kann im örtlichen Buchhandel oder im Stadtarchiv der Stadt Eschwege erworben werden. (mehr Infos unter: eschwege.de)

 

Geschichte der Stadt Eschwege

Geschichte der Stadt Eschwege

Geschichte der Stadt Eschwege

Eine Stadt lebt nicht in der Gegenwart und für die Zukunft, sie muss sich auch ihrer Vergangenheit bewusst sein. Ohne das Bemühen um historische Kenntnis sind fundierte Antworten auf die Fragen und Probleme der heutigen Zeit nicht möglich. Die Geschichte unserer Stadt ragt immer auch in die Gegenwart hinein, prägt ihre Identität, beeinflusst das Denken und Handeln ihrer Bevölkerung und macht die inneren Zusammenhänge von Vergangenen und gegenwärtigen auf allen Feldern der Politik und Kultur sichtbar.

Eschwege ist eine geschichtsbewusste Stadt – sie sieht daher eine wichtige Aufgabe darin, ihr historische Entwicklung nach heutigem Wissensstand zu dokumentieren und das wachsende Geschichtsinteresse in der Bürgerschaft weiter zu fördern.

Das vorliegende Werk dient diesem Ziel: Es bietet einen umfassenden Einblick in den Werdegang unserer Stadt und möchte – ohne auf wissenschaftliche Sorgfalt zu verzichten – durch gute Lesbarkeit, zahlreiche Abbildungen und eine ansprechende Ausstattung einem breiten Publikum zeigen, dass Stadtgeschichte keineswegs eine spröde Stoffsammlung historischer Daten und Ereignisse sein muss.

Dies war kein leichtes Vorhaben. Es bedurfte einer über sechsjährigen Vorbereitungszeit, bis die städtischerseits angeregte und geförderte Bearbeitung fertiggestellt war. 23 Autorinnen und Autoren haben in 47 Kapiteln die Eschweger Geschichtsschreibung unter verschiedenen Aspekten aktualisiert. Nach den Arbeiten von Johann Christoph Hochhuth (1826), Julius Schmincke (1857) und Edward Stendell (1922/23) liegt damit die seit langem gewünschte Fortschreibung der Stadtgeschichte vor.

Besonderer Wert ist auf die Entwicklungen des 19. Und 20. Jahrhunderts gelegt worden, die von früheren Verfassern noch nicht berücksichtigt wurden. Aber auch die ältere Stadtgeschichte erfährt zum Teil eine neue Betrachtungsweise – hier sind vor allem sozial – und kulturgeschichtliche Bereiche zu nennen, die bislang nicht bearbeitet worden waren. Die Geschichte der im Zuge der Gebietsreform eingemeindeten Stadtteile wird ebenfalls kurz beleuchtet. Ein ausführliches Orts-,Personen- und Sachregister ist bei der Erschließung des umfangreichen Werkes behilflich.

All jenen, die zum Gelingen dieser wertvollen Arbeit beigetreten haben, gebührt Dank und Anerkennung. Dies gilt besonders für das von Herrn Dr. Karls Kollmann koordinierte Autorenteam, dessen Mitglieder durch ihre unentgeltliche und uneigennützige Mitarbeit nicht nur ihren Sachverstand, sondern auch ihre Verbundenheit mit unserer Stadt bewiesen habe.

Ich freue mich, dass erstmals nach über 70 Jahren wieder eine grundlegende Neubearbeitung der Eschweger Stadtgeschichte vorlegt werden kann. Mögen unsere Bürgerinnen und Bürger den Wert dieses Werkes schätzen und es gern zur Hand nehmen.

Jürgen Zick

 

Juden in Eschwege

Anna Maria Zimmer, geboren 1947 in Eyerlohe/Bayern.

Cover des Buches „Juden in Eschwege“ von Anna Maria Zimmer

993 erschien dann Anna Maria Zimmers Buch über die jüdische Gemeinde in Eschwege

Nach Schulbesuch und mehrjähriger Tätigkeit im öffentlichen Dienst sowie der Industrie folgte ein zweijähriger Aufenthalt in Äthiopien. Anschließend studierte sie in Göttingen, Kassel und Gießen für das Lehramt worauf sie an der Gesamtschule Eschwege tätig war.

Seit ihrer Examensarbeit über die jüdische Gemeinde von Eschwege (1975) wurde sie von diesem Thema nicht mehr losgelassen. Vorträge und Veröffentlichungen weisen sie als ihre intime Kennerin der Materie aus.

Die Autorin ist Initiatorin des Treffens ehemaliger Eschweger Bürger jüdischen Glaubens, das im Oktober 1989 auf Einladung der Stadt Eschwege stattfand. Der Vorbereitung dieses Treffens diente ein USA-Aufenthalt, bei dem langjährige Verbindungen vertieft und auch Kontakte mit Überlebenden des Holocaust geknüpft wurden.

Reger Briefwechsel mit ehemaligen Eschwegern in vielen Ländern der Welt und deren einfühlsame Befragung sowie Interviews mit Eschweger Zeitzeugen geben diesen Buch die besondere Note.

Online finden sich ausführliche Informationen über die jüdische Gemeinde: jüdische-gemeinden.de

Jüdisches Eschwege, Einladung zu einem Rundgang

Publikation Rundgang

Ein Rundgang durch das jüdische Eschwege

Wer die zwischen Werra und Meißner gelegene Kreisstadt lieber komplett analog auf den Spuren der jüdischen Minderheit durchstreifen möchte, für den ist dieses Werk genau das richtige. Des weiteren bietet es viele tiefergehende Informationen über das jüdische Leben in Eschwege von der ersten Besiedlung bis zur finalen Vertreibung im 3. Reich.

 

Dieses Heft kann im Stadtarchiv der Stadt Eschwege erworben werden. (mehr Infos unter: eschwege.de)

Namen und Schicksale der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus

Namen und Schicksale der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus in Eschwege

Namen und Schicksale der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus in Eschwege

Die jüdische Gemeinde Eschwege, die – mit Unterbrechungen – seit 650 Jahren existierte, fand durch die Herrschaft des Nationalsozialismus ein brutales Ende. 266 Eschweger Juden wurden Opfer des Holocaust, 374 gelang die Emigration, nur wenige überlebten den Terror. Mit der Auflistung der Namen und Schicksale derer, die umgebracht wurden oder ihre Heimat verlassen mussten, soll deutlich gemacht werden, dass hier Menschen betroffen waren, wenn auch die Verfolgungen pauschal einer ganzen Bevölkerungsgruppe galten.

Dieses Heft kann im Stadtarchiv der Stadt Eschwege erworben werden. (mehr Infos unter: eschwege.de)