Landgrafenschloss

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Außenansicht des Landgrafenschlosses am Schlossplatz

Das ehemalige Landgrafenschloss in Eschwege ©Hartmann/Wissenschaftliches Bildarchiv für Architektur

Schauen wir uns die Wahlen zum 6. Deutschen Reichstag 1932 an, so werden sie geprägt durch massive Proteste, ja sogar Straßenkämpfe und Saalschlachten. Doch die Wahlergebnisse vom 31. Juli 1932 zeigen ganz klar, wie viel Rückhalt die NSDAP auf Stadt- und Kreisebene schon hatte

(in %) Stadt Kreis Eschwege
NSDAP 45,5 50,3
SPD 28,1 31,5
KPD 17,1 13,3

Doch solche ‚überragende‘ Zahlen erreichte die NSDAP nicht überall, im Reichsdurchschnitt lag sie bei 37,2%.

Die SPD konnte im Kreis zwar noch immer rund 30% verbuchen, doch zeigt der Wahlausgang, dass die NSDAP in ländlichen Regionen ein größeres Unterstützerfeld hatte. [1]

Die SPD gewann zwar in 13 Orten des Kreises, z.B. Grebendorf, Langenhain, Oberdünzebach, Röhrda und Weißenborn . In 10 Orten aber hatte die NSDAP über 70 % (z.B. Rambach 95,9 %, Altenburschla 91,9 % und Netra 82,5 %). [2]

Schwappte die Bewegung von der ländlichen Region also nach Eschwege über?

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Quellen:

  1. Gerd Strauß: Eschwege: Eine Stadt im Nationalsozialismus oder eine nationalsozialistische Stadt? Vortragsmanuskript, VHS 09.10.14
  2. Klasse 10 c der FWS (Hg.): Rückspiegel. Eschwege – Eine Stadt wird braun. Eine Zeitung über den Nationalsozialismus aus heutiger Sicht reflektiert, Eschwege Mai/Juni 1997, S. 2