Resümee

Hendrick: Durch unser Projekt und vor allem durch unseren Besuch des jüdischen Friedhofs habe ich ein tieferes Verständnis für die jüdische Religion und Kultur und durchaus einen emotionalen Zugang zu diesem Thema entwickeln können.
Die Art wie Frau Heger mit diesem Thema umgegangen ist,nämlich den einzelnen Menschen sowie das damit verbundene individuelle Schicksal zu thematisieren und den Toten ein Gesicht zu geben, war sehr ergreifend.
Ihre Schilderungen waren nicht nur sehr interessant, sondern gleichzeitig traurig.
Vor allem, dass die jüdischen Oldenburger während des 2. Weltkrieges die 54 zu Tode gekommenen Zwangsarbeiter auf ihrem Friedhof begraben haben, fand ich zunächst erstaunlich.
Sie begründete dieses damit, dass die Zwangsarbeiter das gleiche Schicksal wie die Juden teilten, denn auch sie waren Verfolgte und Opfer der NS-Diktatur und sollten deshalb einen Platz auf ihren Friedhof verdienen .
Diese Erklärung hat bei mir sehr viel Eindruck hinterlassen.

Niklas: Mein persönlicher Höhepunkt unserer Recherche war der Besuch des jüdischen Friedhofs. Hier konnten wir praktische Eindrücke sammeln, die wir in Büchern und im Internet nicht bekommen hätten. Vor allem die Friedhofsführung mit Frau Heger hat mich sehr beeindruckt. Ihr umfangreiches Wissen über den Friedhof und die vielen Einzelschicksale machte die Führung für mich sehr interessant und ergreifend. Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir die gesamte Arbeit an diesem Projekt sehr viel Spaß bereitet hat und mir viele neue Erkenntnisse, wie zum Beispiel der Stellenwert des Friedhofs innerhalb der jüdischen Gemeinde oder die Historie des jüdischen Friedhofs in Oldenburg gebracht hat. Bevor wir mit der Arbeit an unserem Projekt angefangen hatten, waren für mich alle Friedhöfe gleich. Erst jetzt erkenne ich die vielen Unterschiede, die die verschiedenen Friedhöfe charakterisieren.

Tom: Der Besuch auf dem Friedhof war schon etwas sehr besonderes, da man so Einblicke in eine andere Kultur bekommt, die man sonst meistens nur durch Dokumentationen oder aus der Schule kennt.
Die Leute mit denen wir im Laufe unseres Projekts in Kontakt getreten sind, waren alle sehr nett und interessiert an unserem Projekt und mit manchen stehen wir immer noch in Kontakt.
Es war interessant und ergreifend das Schicksal einiger Menschen aus unserer Umgebung näher gebracht zubekommen.

Luca: Mir hat der Besuch auf dem Friedhof einen guten Eindruck gegeben.
Die Atmosphäre ist definitiv anders, als die eines christlichen Friedhofs.
Der Besuch war mit Abstand der Höhepunkt und der interessanteste Teil während unserer Arbeit an dem Projekt.
Er hat vieles, was wir zuvor gelesen haben verständlicher gemacht.
Auch die Schicksale der dort begrabenen Toten, die uns Frau Heger erzählte, waren sehr bewegend.
Der Besuch hat sich also auf jeden Fall gelohnt.